2009/01/25

Tribute to the Gods

Gestern war ich wieder einmal nach längerer Zeit auf einem Konzert. Besser gesagt nicht nur auf einem, sondern gleich auf mehreren, da es sich um ein Indoor-Festival gehandelt hat. Auf der Bühne: ungarische Cover-, bzw. Tribute-Bands. Aus dem üppigen Angebot habe ich mir die heimischen Pendants zu The Clash, System of a Down, Metallica, AC/DC, Iron Maiden und Guns N’ Roses ausgesucht, daneben gab es aber in zwei anderen Räumen parallel noch etwa ein Dutzend andere auftretende Bands.
Die meisten machten ihre Sache recht gut, muss ich sagen. Natürlich gab es hier und da etwas zu bemängeln, und wenn man selbst auf der Bühne stünde, würde man einiges anders machen, aber alles in allem hat das ganze den Künstlern und dem Publikum offenbar viel Spaß bereitet.
Es muss schon ein komisches Gefühl sein, als Tribute-Band aufzutreten. Einerseits kann man regelmäßig seine Lieblingssongs zum Besten geben und sich tatsächlich so fühlen, als wäre man Angus Young, James Hetfield oder Axl Rose. Ich stelle mir vor, dass es die Inkarnation eines Kindheits- und Jugendtraumes ist, als wir oft unsere musikalischen Helden im stillen Kämmerlein nachgespielt haben.
Auf der anderen Seite ist da sicherlich dieses Gefühl, dass man nicht selber etwas Neues erschafft, dass die Zuschauer nicht Eigenkompositionen bejubeln und einen nicht lieben, weil man XY ist, sondern weil man im Augenblick vorgibt, Angus, James oder Axl zu sein.
Nichtsdestotrotz haben solche Gruppen die Möglichkeit, ab und zu vor richtig vielen Leuten zu spielen, was ihnen sonst vielleicht nie vergönnt wäre. Und für den Erfolg opfert man ja bekanntermaßen oft vieles. In diesem Fall ist der Preis eben die Originalität und in gewisser Weise auch die eigene Persönlichkeit.

Kommentare:

  1. Unterm Strich zählt doch nur der Spaß...

    AntwortenLöschen
  2. Richtig, das ist ganz klar. Und zwar für Musiker und Publikum gleichermaßen ;)

    AntwortenLöschen