2009/02/03

Ohne Antwort

Es gibt nicht immer eine Antwort. Dies ist die Konklusion des Romans The Colorado Kid von Stephen King, der einerseits – im Vergleich zu seinen meisten Werken – ein sehr kurzes Werk ist, andererseits den Leser – vielleicht etwas ungewohnt bei King – in die Welt der Kriminalromane führt.
Nichtsdestotrotz erzählt der Autor hier eine Geschichte, nämlich die eines jungen Familienvaters, der eines Tages tot auf einer Insel im Bundesstaat Maine gefunden wurde, etwa 3000 Kilometer von seinem Wohnort entfernt. Der seine Frau und sein kleines Kind mir nichts, dir nichts zurückgelassen hat und danach auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist.
Zwei alte Journalisten erzählen hier einer jungen Praktikantin die Ereignisse, aber Antworten haben sie keine parat, lediglich ein-zwei wage Hypothesen, obwohl sie vor mehr als zwei Jahrzehnten alles versucht hatten, um zumindest herauszufinden, ob es sich um einen natürlichen Tod, einen Selbstmord oder einen Mord handelt. Aber nicht einmal diese so simpel erscheinende Frage war zu lösen...
Es muss nicht immer eine Antwort geben, um eine Geschichte zu erzählen, denn der Sinn des Geschichtenerzählens liegt in der Geschichte an sich, verdeutlicht uns Stephen King mit diesem Roman. Und er hat recht. Denn auch im Leben stoßen wir Tag für Tag auf Fragen und Ereignisse, die wir uns nicht erklären können, die uns aber trotzdem beschäftigen.
Wem diese Gedanken einleuchten und wer einen gemächlichen, zum Nachdenken anregenden Kurzroman lesen möchte, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen.

Kommentare:

  1. Also mich hat der Roman sehr verwirrt, muß ich ehrlich sagen. Was aber nicht bedeuten soll das ich den Roman schlecht fand.
    irgendwie mag ich ja alle Romane von King, auch die schlechten! :)

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  2. So geht es mir auch. Ich mag auch alles von ihm, auch wenn einige Werke sicherlich herausragender sind, als andere.

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  3. Das Buch bzw. der Roman ist ziemlich interessant geschrieben, auch wenn es nicht zu meinen "Lieblingen" von seinen Büchern gehört. ;o)
    Ungeschlagen stehen für mich an der Spitze: 1. Todesmarsch 2. Dolores 3. Schlaflos , die hab ich mind. 15x schon gelesen

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  4. Hach, noch ein Fan :)
    Ich stelle lieber keine Rangliste auf, weil es bei mir persönlich zu viele Anwärter auf die oberen Plätze gebe.

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  5. Oooch..... auch wenn ich alle (glaub ich) daheim habe, aber leider kann ich mit der Serie Schwarz; Glas; Tod etc. nicht so viel anfangen. Das war, wie ich ehrlich zugeben muss, nicht so mein Ding ;o)

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  6. Hmm, ich habe die Serie "Der Dunkle Turm" gerade beendet, wie du weiter unten nachlesen kannst. Ich fand sie faszinierend.

    Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden... oder um es treffender auszudrücken: "Wir werden niemals einer Meinung sein..." ;)

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  7. Vielleicht sollte ich sie mal alle nacheinander lesen, hab immer so alle 2 Jahre mal einen Teil gelesen *g*

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