2011/06/19

Quo vadis?

Das sich Blogs und das Bloggen an sich verändern, ist ja im Grunde nichts Neues. Mit dem Auftauchen neuer Medien, allen voran natürlich Twitter, wird es für das klassische Medium „Blog“ schwierig, obwohl es sich noch wacker schlägt, wie ich meine. Einerseits, weil das Ziel eines Blogs ein anderes ist, andererseits auch, weil die Grundlagen – Stichwort: Umfang – anders sind, als bei noch neueren Medien.
Auf der anderen Seite sehe ich immer mehr Blogs, bei denen einer dieser drei Punkte zu beobachten ist: Sie veröffentlichen überwiegend oder ausschließlich nur mehr Fotos und Bilder; sie veröffentlichen nur mehr kurze Statusmeldungen, Gedanken und Gefühle, zwar länger als man das bei Twitter gewohnt ist, aber nicht mehr als ein paar Zeilen; oder es wurden in den letzten Monaten überhaupt keine neuen Beiträge mehr gepostet – ein Phänomen, auf das man sich hin und wieder auch unter dem Begriff „Blogsterben“ beruft.
Da ich ja in letzter Zeit auch abwechselnd an Zeit- und Ideenmangel leide und das Blog viel zu oft zu kurz kommt, überlege ich natürlich auch immer wieder, wie es denn weitergehen soll. Da ich eher graphoman veranlagt bin, wird es hier sicherlich kein reines Fotoblog geben, wohl auch nicht bedeutend mehr Bilder, als bisher. Ans Aufhören möchte ich gar nicht erst denken. Bleibt also nur noch die Möglichkeit von mehr, dafür kürzeren Beiträgen. Das ist durchaus eine Option, die mir derzeit recht plausibel erscheint. Mal sehen, wie sich der Gedanke in meinem Kopf entwickeln wird.
Vielleicht bleibt aber alles auch beim Alten und es wird hier genauso weitergehen, wie bisher. Wie ich sehe, halten mir die paar Leser – und Stammkommentatoren – sowieso die Treue. Ich hoffe, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Insofern verspüre ich keinen Druck, mich rasch oder in irgendeine Richtung entscheiden zu müssen, zumal Ideen und Zeit nicht immer im gleichen Maße zur Verfügung stehen.

Kommentare:

  1. Ich denke eher nicht, dass es wirklich ein Blogsterben ist, was da um sich greift. Viele merken nach einer Zeit bei twitter & co dass die 160 Zeichen doch nicht ausreichen für die Gedanken............

    Aber es ist auch schwer einen längeren Artikel zu schreiben - sei es, weil man abends zu ko ist, sei es weil man zu viel anderes zu tun hat, dass man es zeitlich nicht mehr schafft usw.......

    Mal kürzere Artikel find ich völlig ok - kurze Gedanken oder einen kurzen Gag. Wie bei so vielen im Leben sag ich auch hier: Die Mischung machts ;-)

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  2. Mal sehen, Patsy, wie sich das ganze entwickeln wird. Ich will mir da keine Sachen vorschreiben, es wird wie es wird :-)

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