2010/03/04

Horror vacui

Heute habe ich wieder einmal ein Buch beendet. In den nächsten Tagen wird natürlich ein üblicher kurzer Bericht darüber folgen, aber diesmal schreibe ich wegen einer anderen Sache. Denn ich habe heute diesbezüglich wieder einmal etwas an mir selbst bemerkt, was mir schon einige Male aufgefallen ist.
Es handelt sich um die Tatsache, dass ich, nachdem ich ein Buch beendet habe, in den meisten Fällen noch am selben Tag mit der nächsten Lektüre beginne. Auch, wenn ich in den darauf folgenden Tagen vielleicht nicht viel im Buch lese, reizt es mich irgendwie, mit dem nächsten Werk anzufangen und einige Seiten daraus zu lesen. Oft male ich mir natürlich schon beim Lesen des ersten Buches aus, welches literarische Werk ich mir als nächstes vorknöpfen will, aber es kam auch schon mal vor, dass ich aus dem Stegreif entschieden habe – aber trotzdem nur Minuten oder ein-zwei Stunden nach Beendigung der ersten Lektüre.
Eine komische Angewohnheit von mir, muss ich schon sagen. Hängt es mit der Angst vor der Leere zusammen – eine Art Horror vacui sozusagen? Beruhigt mich vielleicht unterbewusst die Tatsache, dass auf dem Sofa oder dem Tisch ein Buch liegt, das ich bereits angefangen habe und nicht mehr grübeln muss, was ich als nächstes lese? Keine Ahnung. Das ganze ist auch deshalb interessant, weil es durchaus mal Phasen in meinem Leben gibt, in denen ich kein Buch lese. Zugegeben, das kommt nicht oft vor und diese Phasen dauern auch nicht allzu lange, aber trotzdem.
Vielleicht bin ich aber nicht der einzige, der diese schlechte Angewohnheit hat. Wie sieht es denn bei euch diesbezüglich aus?

Kommentare:

  1. Dr. Doktor7/3/10 20:40

    Kein Tag ohne Lektüre. Egal welcher Art. Aber am liebsten natürlich Romane.

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  2. Romane, auf jeden Fall. Manchmal auch Kurzgeschichten(-sammlungen).

    Das mit dem jeden Tag Lesen gestaltet sich jedoch schwierig. Aber man liest ja zumindest im Netz ein-zwei Artikel :)

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